Unsere Gästeführer/innen

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Unsere Gästeführer/innen

Dürfen wir vorstellen? Unsere Gästeführerinnen

Bei unseren Huren- und Rotlichttouren tragen unsere Gästeführerinnen nicht nur die „standesgemäße“ Hurentracht. Sie tragen auch den Namen einer Frau, die mit dem ältesten Gewerbe der Welt in Verbindung gebracht wird.

guideAls „Maria“ führt Ingrid ihre Gäste der Huren- und der Rotlichttour Sie begeistert ihre Zuhörer als „Köksch“ beim „Kökschenklatsch“ und als Auswanderin auf der „Ballintour“. An der „immerwährenden Jungfräulichkeit“, „Gottesmutterschaft“, „unbefleckten Empfängnis“ und „Aufnahme in den Himmel“ des biblischen Namensvorbilds scheiden sich seit Jahrhunderten die theologischen Geister. Nicht so an der Professionalität und den Stärken unserer „Maria“! Die gebürtige Berlinerin Ingrid gilt als humorvoll und schlagfertig. Sie ist eine gestandene Geschäftsfrau und führt seit 35 Jahren ein Taxiunternehmen. Ihrer weiteren Leidenschaft als „Katzenmutter“ geht sie ebenfalls professionell nach. Über Deutschlands hinaus genießt sie einen Namen als Züchterin, 1. Vorsitzende eines Katzenzuchtverbandes und als internationale FIFe-Richterin für Langhaar- und Exotic Shorthair-Katzen. Ingrid ist seit 1998 zertifizierte Gästeführerin und macht unsere Touren durch St. Pauli seit 2004

 

guide„Violetta“ heißt „Die vom rechten Weg Abgekommene“ . Die Hauptfigur der Verdi-Oper „La Traviata“ wird als frivol und als „Lebedame“ bezeichnet. Sie verliebt sich – nicht standesgemäß – in den bürgerlichen Alfred. Und so nimmt das Drama seinen Lauf. Unsere Gästeführerin Manuela hat den Namen „Violetta“ ganz bewusst gewählt. Sie kennt sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, bestens aus. Als Sängerin und Schauspielerin tourte sie schon quer durch Deutschland. Tüchtig herumgekommen und eigentlich gebürtig aus Bremen hat sie Hamburg zum Lebensmittelpunkt gewählt. Hier ist sie mit Gesang und Schauspiel aktiv. Sie arbeitete auch schon als Regieassistentin. Zur literarischen Vorlage der „Violetta“, Alexandre Dumas´ „Kameliendame“, hat sie ebenfalls Bezug. Als Autorin veröffentlichte sie bereits in verschiedenen Anthologien. Manuela überzeugt ihre Zuhörer seit 2006 nicht nur als „Hure“ sondern auch als „Köksch“ beim „Kökschenklatsch“ und als Auswanderin auf der „Ballintour“. 

guide„Lola“ Montez kam viel in der Welt herum. Gästeführerin Bri teilt mit Lola, viel in der Welt herumgekommen zu sein, und die Liebe zum Spanischen. Lola als Tochter einer Irin und eines Schotten lernte in Spanien Tanz und tanzte zeitlebens vielen Männern auf der Nase herum. Sie wurde sogar die Geliebte des Königs Ludwigs I. von Bayern. In New York, ihrer letzten Lebensstation, schrieb sie Schönheitsratgeber und engagierte sich für „gefallene Mädchen“.  Bri wohnte lange Zeit in Argentinien, lernte neben Deutsch und Englisch perfekt Spanisch. Wegen ihres Interesses an fremden Ländern und Kulturen wurde sie Reiseverkehrskauffrau. Als Reiseleiterin kam sie per Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff viel herum. Von ihrem Geschichtswissen profitieren ihre Führungen seit 2007.

Die Hure „Rahab“ lebte einst in Jericho. Weil sie Josuas Boten Unterschlupf gewährte, wurde sie mit ihrer Familie verschont, als die Stadt von den Israeliten zerstört wurde. Ums Verstecken ging es zu Beginn des Berufswegs von Daniela, die seit 2008 als „Rahab“ unsere Gäste führt: Daniela spielte das kleinste der sieben Geißlein, das sich Uhrenkasten vor dem Wolf verbarg. Mit ihrer weiteren Karriere braucht sich Daniela keinesfalls verstecken. Weitere Tierrollen weckten ihre Lust auf ein Theaterstudium. Danach hatte sie viele Engagements in unterschiedlichen Märchenrollen. Erwachsenenrollen führten sie auf viele bekannte Bühnen: u.a. Altonaer Theater, Ohnsorg-Theater. Aus Begeisterung für Kindertheater gründete sie das Theater Pulcinella. Ihre Talente als Schauspielerin und als Schauspielpädagogin bereichern ihre Führungen und ernten viel Applaus. Daniela begeistert Ihr „Publikum“ seit 2009 auch als Auswanderin auf der „Ballintour“.

Jenny Urte führt die Gäste als „Jenny“ durch St. Pauli. Die „Seeräuber-Jenny“ ist eine Figur  aus der „Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht und Kurt Weill. Sie ist eine Hure im  Londoner Rotlichtviertel Soho und die Ex-Geliebte des gefürchteten Gangsters Mackie  Messer. Am Ende der Moritatenrevue verrät sie ihn aus Eifersucht an die Polizei.  Nachdem Gästeführerin Ute zwei Jahre in Italien gelebt und studiert hat, absolvierte  sie in Hamburg eine Schauspielausbildung. Als freie Regisseurin und Schauspielerin kooperiert sie mit unterschiedlichen Institutionen, wie Theatern, Stadtteilzenten und Schulen. Mit eigenen Produktionen tourt sie in Hamburg und Umgebung. Ihre Vielseitigkeit beweist sie auch bei GD-Incentives: Außer bei der Rotlicht- und Hurentour erläutert sie im Rahmen der BallinTour auch Hamburgs wichtige Rolle als Ausgangspunkt für Millionen Auswanderer.

Helena Esther hat sich für den Namen "Helena" entschieden. Wirtstochter, Konkubine,  Mutter von Konstantin dem Großen, Pilgerreisende, Wegbereiterin des Christentums,  Entdeckerin von Jesu Grabesstätte. Was für eine Karriere. Als Helena um 330 n. Chr.  starb, trug sie den ehrenvollen Namen Flavia Helena Augusta. Ihrer niederen Herkunft  zufolge, wäre sie nur wenige Kilometer über die Grenzen ihrer Heimat in einer  Um ihre Herkunft wurden später Legenden gesponnen, so sei sie eine Stallmagd aus dem französischen Südwesten, eine englische Königstochter - oder eine Hure aus Trier.

Früh wurde sie im Gasthaus eingespannt. Doch der Welt muss sie offen gegenüber gestanden haben. Denn eines Tages lernte sie den aufstrebenden römischen Offizier Flavius Konstantinus Chlorus kennen und wurde seine Geliebte - und schenkte ihm einen Sohn namens Konstantin. unbedeutenden römischen Provinz gekommen. Wie fast alle Menschen der Spätantike hätte sie harte körperliche Arbeit verrichten müssen und wäre früh verstorben. Doch die Geschichte hatte mit Helena etwas anderes vor.

Kitty Stephie schlüpft auf der Hurentour in die Rolle von „Kitty Leroy". Schon sehr jung  fing Kitty als Tänzerin in Saloons des Wilden Westens an zu arbeiten, wo sie neben  Kenntnissen im Umgang mit Waffen und Glücksspiel auch die Fähigkeit erwarb, als  Freudenmädchen den hiesigen Cowboys die Sinne zu rauben.

Kitty arbeitete vermutlich nicht sehr lange als käufliche Frau, denn ihre Leidenschaft für die schönste Nebensache der Welt, bescherte ihr einige reiche Ehemänner. Aber Kitty war ein unruhiger Geist und wollte ihren Weg gehen. Sie verließ einen Mann nach dem Anderen und eröffnete ihr eigenes Bordell.

Ihr letzter Gatte war ein eifersüchtiger Goldgräber und nach zahlreichen Auseinandersetzungen über angebliche Affären, tötete er sie 1877 im Lone Star Saloon, bevor er die Waffe auf sich richtete.
Stephie dagegen ist quicklebendig, treu und glücklich verheiratet. Als waschechte Hamburger und Gästeführer begleitet das Paar seit mehreren Jahren Touristen aus aller Welt (auf den historischen Doppeldeckern) durch die Heimatstadt. Stephie's Sprachkenntnisse in Italienisch und Türkisch, die sie mit ihrer Familie verbindet und die sie während ihres Studiums vertieft hat, sind ihr dabei oft von Nutzen.